Nordstern

Nordstern

Alles ist surreal. Stimme an meinem Ohr
Lässt mich versinken. So wie in einem Moor
Dein Atem tiefer, als deine Emotion
Vergess zu denken. Ich wusst es immer schon.
Menschen zieh’n vorbei: Schattengestalten
Du wärmst sie auf, doch sie erkalten
Greifst durch sie durch – willst du auch stark sein
Es ist unmöglich. Aber es mag sein:
Keiner versteht dich, als wärst du taubstumm
Nicht nachvollziehbar, wie fremder Brauchtum
Du bist wie ich, wir sind verbunden
Brauch nicht mehr suchen, ich hab gefunden.

Du bist mein Nordstern. Du bleibst mein Fixpunkt
Such ich die Richtung / zur nächsten Lichtung
Doch brauch ein Streichholz, weil leider nix funkt
Und der Gewichtung / fehlt jede Schichtung
Alucinante, die Utopie
Wirklichkeitsferne, versteh ich nie?
Bist du bei mir stets, doch nie vor Ort
Anstatt “wir sehn uns”: “zum nächsten Wort”.

Bin weder ein noch aus und weder Tag noch Nacht
Ich schlaf mit offenen Augen und träume wach
In den Momenten, wenn das Dunkel sich ein bisschen erhellt
Verzichte ich auf Schwarz-Weiß, leb’ in der Zwischenwelt.
Kann dir nicht sagen, was ich gerne hätte, wo ich gerne wär
In dieser Mär in der ich sehr schwer mich selbst verzehr
Sechs Füße unter den Wolken: ich hab hier nie gehaust
Alles zieht mich runter und zugleich dort wieder raus
Und wenn ich grade denke, draußen wird es wieder hell
Beweist das Dunkle in mir drin ich war mal wieder zu schnell
Petroleumlampe: schwer inkonstant
Spendet kaum Licht im Unterland
Wo wir uns eigentlich befinden, versteh ich nie. Ich
Leb mit dir. Für immer. Im Zwielicht.

Du bist mein Nordstern. Du bleibst mein Fixpunkt
Such ich die Richtung / zur nächsten Lichtung
Doch brauch ein Streichholz – weil leider nix funkt
Und der Gewichtung / fehlt jede Schichtung
Alucinante, die Utopie
Wirklichkeitsferne, versteh ich nie
Bist du bei mir stets, doch nie vor Ort
Anstatt “wir sehn uns”: “zum nächsten Wort”.

Weißer Nebel treibt durch die Gassen
Tägliche Massen. Leer. Zurück gelassen
Ich hier, du da, alle andern weit weg
In der Ewigkeit, nur ein kleiner Zeitfleck.

Wer nicht sterben kann, ist bereits tot.
Wer nicht lieben kann, bricht ein Gebot
Doch kann ein Gott Einhaltung erwarten,
Bei diesem Zwielicht in seinem Garten?

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