Eine Stunde Liebe
Du überspülst mich Welle für Welle, tanzend der Schaum auf der Krone, liebkosend mich und fordernd doch. Ich stand dort, unbeteiligt fast, als du mich plötzlich packtest, altbekannt und immer neu zugleich, ich spüre Salz auf meinen Wangen, sag mir nicht dass du nicht weinst. Die Sonne nähert sich dem stillen Tod an Blickes Grenze, taucht dich in ein golden rotes Licht, taucht dich in mich und mich in dich und offenbart uns lebend Schätze schimmernd gelb, gold, grün; lässt mich sehen Glanz in deinen Augen, tief und blau wie nur der Ozean, sie haben die Welt geseh'n, Jahr für Jahr und jede ära, ehrend und verehrend all die Energie, Todesbotengleich musst du schon viele Männer sterben seh'n, die doch ihr Leben lang voll Sehnsucht zu dir geh'n. Denn jeder sieht in dir stets neue Seiten, spürt und riecht dich wie's noch keiner sah, ganz in seiner eignen Art ein Fluch für dich ein Spiegel nur und doch zu tief dafür zu sein, doch ich, nur ich erkenne dich und deine Wahrheit jetzt und seh dich frei so wie du bist; was hat ein Gott dir angetan?
Du wolltest nie und wirst nie wollen, nichts außer deiner Energie, dein Leben, deine Liebe, nur dein ewig Fortbestand, was andre sagten war vergebens, niemand hat dich je erkannt!
Mein Herz geht auf in dem Moment der Ewigkeit den du mir schenkst, so lang bis Zeit und Raum uns auseinander reißt, zerstört das Glück der wahren Liebe bis ich erneut die Wege zu dir find – doch fort damit, hinfort mit dem Gedanken denn er stört die Zeiten, die nur dir und mir gegeben sind. Lasst mich weiter träumen Welt und Menschen, träumend leben in dem Arm der Geist und Seele trägt hinaus, segelnd mich allein mit deiner Welt vertraut und lasst mich nie erwachen, eine Stunde gib mir, eine Stunde nur und ich will nie mehr sehnen mich nach wahrer Liebe denn die hat sich heute hier erfüllt.
Jede Liebe irdisch oder göttlich mag ein Nichts sein im Vergleich zu dir denn wenn die Liebe Weltraum ist so ist sie leer und kalt doch du, du bist die Erde, nein, die Wärme eines Herzens klein und doch zum überschwemmen groß. Deine Stimme ruft mich fort in ferne Welten, Atolle und Inseln, Wellen spül'n am weißen Strand, Sand zwischen meinen Füßen, Wasser spielt in meinem Haar, du rufst mich fort, doch ich bin da.
Gischt im Gesicht trübt mir die Sicht als ich mich abwende von der tobend See von einer Stunde Liebe. Ich seh zurück für einen Augenblick, ich komme wieder doch nun fort denn ich muss gehen.
Langsam schreite ich den Sandstrand hinauf und lass die Küste des Atlantiks hinter mir.
Eine Stunde Liebe.















