Frames

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Melancholisch
Romantisch
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Gesellschaftskritik
Agressiv
Party
Entspannt

"124 EP"


Sprache: Keine
Veröffentlicht: 2009
Tracks: 6
Genre: Progressive/Rock/Instrumental

Kurz: Vielfältiger Instrumentalrock zum Zuhören und abfeiern
Für Fans von: Sigur Rós, Angels & Airwaves, Good, Bad & Queen





Vorsicht, Verwechslungsgefahr - bei frames handelt es sich nicht um die irische Rockband The Frames! Auch wenn die Musikrichtung ähnlich zu definieren sein mag, klingen die hannoveranischen frames vor allem in einer Hinsicht anders: Sie kommen gänzlich ohne Gesang aus. Zwar haben sie ihr Können bisher nur auf dieser 6-Tracks-starken 124-EP bewiesen, doch in Zukunft ist sicher noch mehr von der leicht melancholischen Progressive-Alternative-Instrumental-Band zu erwarten. Jonas Meyer an der Gitarre, Manuel Schönfeld an Keyboard und Klavier, Julian Hoffmann am Bass und Kiryll Kulakowski - die Namen klingen so normal, als würde man von einer Kleinstadt-Schulband sprechen - tatsächlich beweisen die vier Musiker auf dieser EP, dass Rock auch ohne Sänger durchaus überzeugen kann. Das lässt umso mehr Raum für musikalische Variation und Kreativität, starke Gitarrenriffs neben ruhigen Klaviernoten, Energie neben Nachdenklichkeit. Verdienterweise haben sie im Januar 2010 einen Plattenvertrag mit SPV abgeschlossen, das Album "Mosaik" ist schon angekündigt und sollte bald in den CD-Regalen eines jeden Fans anspruchsvoller Rockmusik stehen.
"Ocean", "G", "Ruff", "Insomnia", "Compromise" und "M", das ist die Trackliste, und es fällt schwer, einen dieser Songs zum Favoriten zu erklären. Ob eine eingängige, gezupfte Gitarre auf sich langsam steigernden Rhythmus in "G", rockigste Bretter die sich in "Insomnia" mit verträumten Melodien verbinden, der fast schon poppige, klavierlastige Song "M" oder der gar nicht roughe, sondern vielmehr fließende "Ruff" - jeder Song findet seinen eigenen Stil bei trotz allem gleichem frames-Sound, der jenseits von Strophe-und-Refrain-Mustern immernoch genügend Struktur in jeden Song einbindet, damit man sich an ihn erinnern kann - allerdings nicht sonderlich stark, was flächendeckenden Mainstream-Erfolg wohl ausschließen dürfte. Aber ob sie den überhaupt haben wollten, ist sicher eine andere Frage.
Natürlich ist es "nur" ein Demotape (das es auf ihrer Seite übrigens derzeit zum kostenlosen Download gibt) ohne große Massenwirkung. Natürlich haben die frames noch Verbesserungsmöglichkeiten und viel Ausbaupotential. Natürlich haben die frames die Rockmusik nicht neu erfunden. Aber sie sind nahe dran.

Fazit: Unbedingt weiter zu beobachtender Instrumental-Prog-Rock, der viel verspricht!