Pete Rock

pete rock
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"Petestrumentals"


Sprache: Englisch (US)
Verü;ffentlicht: 2001
Tracks: 16
Genre: Trip Hop/Hip Hop/Soul-Jazz

Kurz: Lässiger Breakbeat-Trip Hop mit deutlichem Hip Hop-Ursprung
Für Fans von: DJ Shadow, Beastie Boys, Timbaland





Der US-amerikanische DJ, Rapper und Produzent Pete Rock (geborener Peter Phillips) hat schon immer gezeigt, dass er mehr kann als die klassischen Hip Hop Beats zu produzieren. Zusammen mit CL Smooth hatte er zuvor bereits auf "Mecca and the Soul Brother"abwechslungsreichste Stücke zusammengezaubert, die die Szene aufhorchen ließen - doch mit seinem Soloalbum "Petestrumentals" beweist der New Yorker echtes Können. Dem Album merkt man zwar noch deutlich die Hip Hop-Ursprünge an, hauptsächlich ist es jedoch wohl beim Trip Hop einzuordnen. Doch auch diese Kategorisierung würde ihm nicht gerecht werden, lässt er schließlich auch souligen Jazz und entspannten Groove in seine Stücke mit einfließen.
Die meisten (11 von 16) der Stücke sind hauptsächlich instrumental und enorm loungig - wenige Stars der amerikanischen Hip Hop-Szene können derart entspannte Musik hervorbringen. Bei aller Trip Hop typischen Beatwiederholung wird keines der Stücke zu minimalistisch. Funkige Melodien mischen die basslastigen Tracks auf, hin und ab ergänzen gesprochene Samples (wie in "Something Funky") den Sound, anderswo (wie in "Petes Jazz") mischen sich stets neue Instrumente vom Saxophon bis zum Keyboard über den klingenden Beat.
Eine nette Spielerei sind die "Skits", die sich am Ende mehrerer Tracks verbergen: oft nur wenig mehr als zehn Sekunden taucht ein lässiger, zum vorigen Stück passender jedoch völlig eigenständiger Beat auf und verschwindet wieder zum nächsten Titel. Einzelne Songs zu beschreiben ist schwer, da sie meist weder Text noch klassisch dramaturgischen Aufbau bieten, was natürlich in der Natur dieser Art von Musik liegt. So findet sich auch schwer ein absoluter "Lieblingstitel", da sich das ganze Album am besten einfach von vorne bis hinten durchhören lässt.
Bei fünf Tracks hat sich Pete einige Rapstars als Features hinzugeholt, die dafür sorgen, dass das Nicht-nur-Instrumentalalbum auch im Hip Hop Regal seine Berechtigung hat. Nature (in "To My Advantage"), Freddie Foxx (in "Mind Frame"), The UN (in "Nothin Lesser" und "Cake") sowie sein ehemaliger Crewkollege CL Smooth ("Back on the Block") bieten feinsten Rap aus Zeiten, in denen das Können mehr zählte als die Anzahl der Goldketten.
Auch wenn zum Schreiben über "Petestrumentals" kaum mehr übrig bleibt, bietet es noch einiges mehr an Hörgenuß, der sich nur über die Kopfhörer transportieren lässt - Kritiken stehen diesem so fantastisch aussagefreien, musikalischen Kunstwerk mittellos gegenüber.

Fazit: Das beste Album für die Kopfhörer in der Stadt, lässig, cool und entspannt - eignet sich aber genausogut für die WG-Party in der Lounge-Ecke.