Per Bahn nach Südwest

Nur der Fahrtwind der Bahn kühlt ein wenig, mein Wasser ist seit 4
Stunden leer und das Shirt durchschwitzt. Ich hänge am
heruntergelassenen Fenster des D Zugs und genieße Wind und Aussicht
auf schneebedeckte Berge und kristallblaue Flüsse. Es ist eine
schöne, aber lange Fahrt, von Berlin im Nachtzug nach München, dann
übers österreichische Villach, durch Serbien bis nach Kroatien.
Zagreb.
Bedauerlicherweise bleibe ich nur eine Nacht hier, bevor ich den Bus
nach Sarajevo nehme – ich entschloss mich, lieber eine Stadt richtig
zu machen als mehrere ein bisschen. Entsprechend spärlich bleibt die
Zagreb-Erfahrung. Eine Innenstadt zum Stromern, eine alte Kathedrale,
hie und da ein verlorenes Gässchen. Ich verbringe den Abend ohne
Sightseeing-Plan, einfach wohin die Füße führen. Wer keine Zeit für
eine Stadt hat, muss sich verlaufen. Und plötzlich entdecke ich ein
Strassenfest hoch über den Dächern der Stadt (das “Strossmartre”),
eine Hare Krishna Parade, eine von Nachtleben überquillende Strasse
(am Mittwoch, wohlgemerkt), diverse Plakate im Renoviert-Look, die die
Baufälligkeit dahinter verbergen, Gitarristen in 1.-Stock-Fenstern,
eine Durchgeh-Kapelle durch die eine Fußgängerstrasse hindurch führt
und das “Museum of Broken Relationships”. Was man halt so findet in einer Stadt wie Zagreb. Mal sehen was mich morgen noch erwartet!
Bahn durch KroatienDas kleinste Karrussell der StadtDurchgeh-KapelleMuseum of Broken RelationshipsBeste Bierwerbung aller ZeitenAltstadtflair ZagrebStrossmartre StraßenfestFake FacadeDie Kathedrale Zagreb

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