Ich packe meinen Koffer…

Irgendwann juckt es dich wieder, denn irgendwie hat man ja nie genug gesehen. Da ist man die letzten Monate mit einem Gedichtbuch und einer Reisetasche quer durchs Land gereist und hat sich geärgert, dass der Käse im Kühlschrank schon wieder verschimmelt ist, während man auf Tour war; hat sich gerade noch gefreut darüber, ein paar Tage am Stück im gleichen Bett zu schlafen. Und plötzlich findet man sich wieder, wie man andere Taschen packt, Isomatten flickt und sich den ersten Kompass seines Lebens kauft. Die Aufregung lässt mich unkontrolliert auf und ab hüpfen wie ein kleines Kind nach dem Schuhe putzen am 5. Dezember, während ich Zwischenmietverträge unterschreibe, als wäre ich jetzt ein richtiger Erwachsener. Schön, wenn man irgendwo dazwischen sein darf. Chili und ich werden morgen das wenige, was wir mitnehmen werden, in die begrenzten Taschen, die wir zur Verfügung haben, stopfen, um am Dienstag die Stadt unter uns kleiner werden zu sehen. Die schönsten Dinge in unserem Gepäck:

Ein Kompass
Ein frisch geflicktes Zelt
Kein Laptop
Ein Tachometer
Selbstgedruckte Landkarten
Vorfreude
Eine Handvoll Rezepte
Notizbuch samt Füller
Beinkleider für 4 Zwecke
und ein Reiseplan, der gebrochen werden will.

Das klingt mehr nach Wildnis, als es sein wird. Es wird: anstrengend, stereotypebestätigend und streitprovozierend, aber es wird auch: Schönheit, Antistereotyp und Bereicherung.
Ich werde, wann immer sich die Möglichkeit bietet, auch dieses Mal wieder mit Freuden davon berichten, und vielleicht schaffe ich es diesmal sogar, mich kürzer zu halten. Die nächsten zwei Monate werden spannend.
Erster Stopp: New York City.

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