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Viajando a Bolivia / Isla del Sol

Viajando a Bolivia
Hinter dem Fenster erstreckt sich ein Meer aus Wolken, aus denen Bergspitzen wie Inseln hervorragen, umgeben von weissschäumendem Nebel und unter einem stratosphärenblauen Himmel bei Sonnenschein, der so nie durch die Wolkendecke Limas dringt.
Nachts um 4 von zuhause aufgebrochen kam ich ohne Probleme und sogar mit meiner Softdrink-Flasche an Bord des Peruvian-Airlines-Flugzeugs nach Cusco, das die Passagiere schon wenige Minuten nach dem Start mit dieser unglaublichen Aussicht beschenkte. In Cusco hatte ich dann viel zu viel Zeit zum “umsteigen” (3h), schmökerte also die halbe zuvor gekaufte Zeitung durch vor/zwischen/nach dem Gepäckabholen/Ticket abholen/Gepäck abgeben/Sicherheitscheck/Visa-abstempelung bei der Migracion/Boarding. Letzteres brauchte wahnsinnig lang, der Schalter am Gate stand bis 10:30 einfach mal unbesetzt – planmässige Abflugszeit: 10:45… – um kurz vor 12 (!) ging es dann erst los, was mich ein bisschen ärgerte weil mir so eine Stunde in Copacabana verloren ging. In La Paz angekommen und durch die Einreisebürokratie durch konnte ich ein Taxi immerhin auf 40 Bolivianos (40Bs=4€) für den Weg zu den Bussen am Cementerio runterhalndeln und kam da wenigstens zeitlich passend zur Microabfahrt nach Copacabana an. Mit dem ruckelte ich nochmal 3-4 Stunden durch das bolivianische Andenhochland, unterhielt mich mit einer Ecuadorianerin die seit 3 Monaten durch Bolivien reist, Wände anmalt und “die Energie in Copacabana” ganz toll findet, einem Copacabeño der sogar schon nach Cusco gereist ist, und hatte ca. 20 Minuten lang fiese Höhenkrankheit mit schwarz vor den Augen und ähnlichen scherzen (aber im Bus sass ich ja eh, konnte also nicht umkippen 🙂 ) – danach gings aber bis auf die Kopfschmerzen die den Rest des Abends anhielten.
Gegen 5PM kam ich dann am Ziel an: Copacabana am Lago Titicaca! Und nein, das ist nicht der bekannte Traumstrand Brasiliens (dafür müsst ihr schon Flo´s Blog lesen, siehe links), sondern eine kleine Stadt am Lago Titicaca, mittlerweile durch die ganzen Backpacker nicht mehr ganz so verschlafen, berühmt geworden durch irgendeine angeblich Wunder vollbringende Marienstatur (- Pilger benannten deshalb den brasilianischen Strand nach diesem Ort).Maurisch inspirierte Kirche Copacabana Im Stadtzentrum steht eine von aussen wunderhübsche, im maurischen Stil gebaute Kirche (von innen recht langweilig) und die ganze Stadt ist voll von Händlern, billigen Unterkünften (15 Bs) und Backpackerbars – eine abstruse Mischung. Kurioserweise begrüsste den ankommenden Bus laute US-Musik von der Plaza, wo es gerade ein “english-language-festival” gab…
Nach einem schnellen Abendessen auf dem Markt ging ich in einem hauptsächlich von Einheimischen besuchten Cafe (also eher ne Markthalle mit Kaffeeständen) einen Mate de Coca gegen die Kopfschmerzen trinken und hatte nebenbei Glück – drei Copacabeñer am Tisch unterhielten sich mit mir sehr angeregt über die hiesige Medienlandschaft (es soll ein Gesetz geben, dass zwar “Anti-Rassismus-Gesetz” heisst, tatsächlich aber den Zeitungen ihre Meinung vorschreiben soll und die Verbreitung von geheimen Informationen von irgendwelchen Informanten verhindern soll – fragt mich nicht wie Evo das unter solch einen Namen kriegt), die (fehlende) educacion und die Angst, Evo Morales´ Regierung könne sich in eine Linksdiktatur verwandeln. (haben schon verstärkte Beziehungen zu Cuba, Venezuela, Russland und Iran… und es wird von verschwundenen Leuten gemunkelt) – eine der Begegnungen auf jeden Fall, die man meist nur als Alleinreisender hat 😉

28.10.10, Copacabana, Bolivien

Isla del Sol (Insel der Sonne)
Strand auf der Isla del SolOhne die Kokablätter in meiner Wange, die ein leichtes Taubheitsgefühl auf der Zunge zurücklassen, die Wasserflasche in meiner Tasche sowie Sonnencreme, -brille und Mütze wäre ich jetzt wahrscheinlich längst umgekippt… 😀 Nee, keine Sorge, ich bin nur schwer K.O. von 4 Stunden wandern in 4000 Metern Höhe. Heute früh um 8 nahm ich das Boot von Copacabana zur Isla del Sol (die Isla de la luna ist leider nur mit teurer Privattour erreichbar), auf de, ich mich mit einem australischen Pärchen (Ric & Liz) unterhilet, mit denen ich dann auch den Rest des Tages verbrachte. Wir landeten am Nordhafen der Insel und wanderten von da aus bis zu den Ruinen an der Nordspitze – fast 3000 Jahre alt und fast so beeindruckend wie Machu Picchu – und von dort aus quer über die Insel bis in das südliche Dorf mit den meisten Pizzarien pro Einwohner Boliviens. (Kein Scherz!) Unterwegs mussten wir 3x “Wegzoll” bezahlen, durch den den Touris hier insgesamt 30 Bs abgezogen werden, wurden dafür aber mit fantastischen Aussichten belohnt, während wir durch Eucalyptuswälder, trockene Graslandschaften mit Schafen und Lamas und aufeinandergestapelte Steine liefen. Nach einem lang auf sich wartenden Mittagessen um 3PM fand ich eine Unterkunft für 20 Bs. Der frische Wind hielt uns dann doch vom Schwimmengehen ab, und so traf mich nachher nur noch mit Liz, Ric und Mahesh (einem indischstämmigen US-Student, der in ihrem Hostel wohnt und auch morgen nach La Paz reist) zum Rotwein-trinken, Abendessen und unglaublich beeindruckenden Sonnenuntergang überm See angucken. Das hört sich jetzt so kurz gefasst nach wenig an, aber ich bin zu KO zum schreiben – und es war einfach eine sehr schöne Wanderung über die Insel, die definitiv mehr Wert war als mein kurzer bisheriger Aufenthalt in Copacabana. Jetzt pennen gehen, morgen dann zurück aufs Festland und Richtung La Paz – die dortigen Erlebnisse gibts sehr bald im nächsten Blogbeitrag!

29.10.10, Isla del Sol, Bolivien

Sonnenuntergang Isla del Sol

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The Real Barranco

Nachdem ich die ganzen letzten Tage an meiner Hausarbeit gesessen habe und an so manchen Dingen fast verzweifelt bin (Bibliothek, Statistikwebseiten von Brasilien und Ecuador…) und heute morgen einem wenig produktiven Besuch bei der brasilianischen Botschaft auf der Suche nach weiteren Informationen, gab ich für den Rest des Tages die Uniarbeit einmal auf und holte endlich nach, was ich schon eine Weile vorhatte: “Clase en la Calle: Barranco Teil II” 😉 – diesmal bei Tag. Mit viel Zeit in der Tasche wich ich auch öfters mal von den grossen bekannten Strassen ab und entdeckte den Teil Barrancos, von dem alle immer reden, den aber offenbar wenige wirklich sehen: die Boheme. Abgefahrene Wandmalereien und Graffities, ruhige Parks, verwinkelte Cafes mit seltsamen Namen…. so hatte ich mir die angebliche Zuflucht der Limeño-Künstler schon eher vorgestellt. Und es gibt auch etwas weniger reiche Häuser und Strassen, was das ganze doch etwas natürlicher macht als z.B. Miraflores. Und doch sind die grossen Verkehrsadern des Barrios mit Bars und Clubs gefüllt, und sogar einen Dönerladen gibt es. Hab mich fast wie zuhause gefühlt.
Nachmittags wurde ich dann leider vom Pech verfolgt: nachdem ich endlich den passenden Vivanda-Supermarkt mit “Mi-Ticket”-Verkaufsstand gefunden hatte, durfte ich feststellen, dass die 90Soles-Ticket für Fatboy Slim schon ausverkauft sind. Bleiben nur noch die VIP-Tickets für 149 Soles… sehr ärgerlich.
Dann durfte ich feststellen, dass die lang erwartete Poesia en el Parque für die ich mich so vorbereitet hatte, heute abend leider ins Wasser fällt, da im ganzen Parque Kennedy eine Feria de Libros (Buchausstellung) mitsamt irgendwelchen Buchvorstellungen und Lesungen ist. Auch sehr ärgerlich, erstmal allen Freunden abgesagt die eigentlich kommen wollten, damit sie nicht umsonst kommen. Noch ärgerlicher: nächste Woche kann ich nicht, weil ich da in La Paz bin…

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Klassentrip

Nachdem wir die letzten beiden Tage so furchtbar beschaeftigt waren, sind wir jan noch nicht dazu gekommen, uns ein wenig die Sehenswürdigkeiten des Tals von Mantaro anzusehen. Das wurde heute dann mal im Klassentrip schnellstens nachgeholt, da wir ja schon abends um 9 wieder in Richtung Lima fuhren.
So besichtigten wir in Concepción die “Virgen” (Jungfrau… welche wohl), eine riesige, an die New Yorker Liberty erinnernde Statur mit Aussicht aufs Tal, in die man auch hineingehen kann und bis zum schwindelerregend hohen Kopf hochsteigen kann, wo man sich kaum traut, die Hand zum fotomachen zu heben.
Dank diverser Verspaetungen gings erst um 12 zum Kloster, welches natürlich entsprechend wieder verschlossen war, weshalb wir erst in Ingenio essen gingen – leckeres Picante de Cuy und Chicha – diesmal nicht die rote Erfrischungsdrink-Chicha morada, sondern die gelbe Maisbiervariante mit Alkohol. (Hatte ich im ersten Beitrag zum Thema Chicha ein bisschen verwechselt.)
Um 5 konnten wir dann das Monasterio besichtigen, leider ohne Kameras. Ein bisschen unpassend fand ich die Führung, die uns von der heroischen Missionierungsarbeit der Franziskaner erzaehlte – die die Indigenas “peruanisierten und kultivierten”, denn “evangelizacion ist educacion”… wobei über 80 Missionare von feindlich gestimmten Amazonasstaemmen getoetet wurden. Wie viele Indigenas von Christen getoetet wurden, wurde natürlich nicht erwaehnt. Lohnend war der Besuch trotzdem dank Bildern der Cuzqueño-Schule, einem Comedor (Essenssaal) mit farbenpraechtigen Malereien im Amazonas-Stil und dem meiner Meinung nach heiligsten Ort: die zweiflügelige Tür oeffnet sich nach innen und der unvergleichliche Geruch von alten Büchern steigt einem in die Nase. Religioese und weltliche Bücher (sogar eine Soziologie-Abteilung) reihen sich bis an die Decke die ganze Wand der aeltesten Bibliothek Lateinamerikas entlang – das war wirklich beeindruckend.
Parque de la IdentitadAnschliessend gings auf einen nicht lohnenswerten Aussichtspunkt über Huancayo und in den Parque de la Identidad, der abends wunderschoen zahllose Skulpturen über die (vermeintliche?!) Identitaet Huancayos beleuchtet. Zur Feria (Ausstellung/Messe) von ortstypischem Essen und Kunsthandwerk waren wir natürlich zu spaet, ich fand aber glücklicherweise in einem Centro Artesanal den hervorragenden Manjarblanco, von dem ich mir gleich mal zwei Packungen mitnahm.
So, so viel zu meinem Klassentrip, jetzt bin ich erst mal wieder in Lima und arbeite fleissig für meine Praesentation, damit ich naechste Woche wieder Zeit zum reisen habe 🙂

17.10.10, Huancayo

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So macht man also eine Soziologieexkursion

So macht man also eine Soziologieexkursion
Eigentlich sollten wir ja heute schon mit der Praxis unserer Exkursion anfangen. Wir sind aber in Peru. Pues, nachdem wir gestern abend auf Unikosten aus Lima los sind, kamen wir übermüdet heute früh in der Andenstadt Huancayo an. Nach komplizierten Gruppenaufteilungen (die ja eigentlich schon feststanden, aber der Prof das eben nochmal ummodeln musste) fuhren Abél, Sokrates, Ximena, Pex, Maria-Gracia, Andrés und ich ins nahegelegene Concepcion, in dessen Nähe wiederum unserer Untersuchungsort Matahuasi liegt. Ein paar brauchten erstmal Schlaf zum nachholen während der Rest von uns zum Kloster hochfuhren und vor Ort feststellten dass selbiges von 12 bis 15 Uhr geschlossen hat. Dann gabs Mittagessen und anschliessend noch eine Siesta, die sich viel zu lang ausdehnte, bis wir aufwachten und feststellten, dass es erstens regnete, zweitens spät war, so dass wir nur noch ein wenig planten, was wir morgen arbeiten werden. Ich hatte irgendwie schon Mittags das Gefühl, dass das heute nichts mehr wird. Aber egal, für mich ist die Note eh irrelevant und so genoss ich die ruhige Atmosphäre Concepcions mit meinen Komilitonen, mit denen ich mich wirklich gut verstehe – eine bunt gemischte Soziologentruppe aus Mittelschichtskreisen, weltoffen, liberal (im nicht-deutschen Sinne) und gebildet, so dass man sich wirklich gut mit ihnen unterhalten kann. Hat ja ne Weile gedauert, so nen Freundeskreis zu finden, aber geht doch. Abends unterhielten wir noch bei einem Weinchen aus meinem Riesenrucksack über unser Projekt, das leckere Anticucho-Abendessen und was uns sonst noch so einfiel und morgen sehen wir dann, wie weit wir kommen.

15.10.10, Concepción

Ultrasoziologe
Den ganzen Tag waren wir unterwegs, interviewten die Bürgermeisterin von Matahuasi (=”Zwei Häuser” auf Quechua… sind aber mittlerweile doch ein paar mehr), den 1. Sekretär der comunidad campesina (kommunale Organisation von Landwirten/-besitzern) und befragten mehrere Dorfbewohner über das ganze Spektrum ihres Lebens – am interessantesten fand ich das mit Sokrates geführte Interwiev einer Ladenverkäuferin, die hauptsächlich mit ihrer Familie von der Landwirtschaft lebt. Ihre Einstellung zur comunidad campesiana war sehr kritisch (man muss aber berücksichtigen, dass die meisten Einwohner schlecht über deren Tätigkeiten informiert sind); beeindruckend war die nicht gänzlich negative Einstellung zum Sendero-Terrorismus (“die haben wenigstens die Verbrecher von der Strasse gehalten”) und der Aberglaube über Heimsuchungen durch Verstorbene, die in Form von zwei-Menschenlöpfigen Hunden den Tod bringen, wenn sie zwischen den Beinen durchlaufen, weshalb man schnell die Beine kreuzen muss. Interessanterweise ist das “seltener geworden”, seit es (seit ca. 20 Jahren) elektrisches Licht gibt. Die Wasserversorgung ist unterdessen mangelhaft, trotz regelmässiger 4-Sol-Zahlung pro Monat (…) oft nur stundenweise – letztes Jahr gab es wegen eines Defekts einen Monat lang kein fliessend Wasser und es musste aus Concepcion angefahren werden. Das Flusswasser kann man wegen der Verschmutzung von den Minen auch nicht nutzen. Froh war die Frau trotzdem, hier und nicht in Lima zu wohnen, wo man sich nach einem Tag in den Strassen “das Gesicht abwischen kann und schwarze Hände hat”.
Wir haben uns also den ganzen Tag über soziologisch bescháftigt und kehrten Abend im strömenden Regen nach Concepción zurück, wo der Abend mit Pisco, Poesie, Kartenspielen und Gespräche über Pex’ “combate” im Bad ausklang… 😛

16.10.10, Matahuasi/Concepción

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Warten auf Wind / La Punta

Geburtstagsfeier, Session und warten auf Wind
Schon den zweiten Tag sitze ich hier an der Steilkueste von Miraflores und warte auf den richtigen Wind. Ich habe mir vorgenommen, wenigstens einmal hier Gleitschirm zu fliegen, aber gestern war der Wind für meine Kenntnisse zu stark, heute ist er (für alle) zu schwach. Sehr schade. Mal schauen ob ich morgen mehr Glück habe. Aber ereignislos war mein Wochenende trotzdem nicht: gestern habe ich mich mal wieder mit Sergio fuer eine sehr produktive Session getroffen, und haben uns vorgenommen, vor Dezember die Sachen noch irgendwo aufzunehmen. Er kennt ein Studio wo man nur 10 Dollar die Stunde zahlt, was ja wirklich geschenkt ist. Mal sehen ob das klappt – vorher wollen wir aber auf jeden Fall noch mal zusammen bei der Poesia en el Parque auftreten.
Gestern abend war ich bei Vilcas eingeladen, da Angela (Kattys Mutter) ihren 50sten Geburtstag hatte, den sie in doch sehr kleinem Kreis feierte (die Familie, ein Onkel und dazugehörige Tante und ich). War ein eher entspannter Abend mit leckerem Essen dem üblichen rumgereichten Bier und einer hervorragenden Torte – diese Möglichkeit muss man also zum “feiern in Peru”-How To noch hinzufuegen 🙂

10.10.10, Lima (hey, nettes Datum)

Clase en la Kalle: La Punta / Callao
Es riecht nach Meer. Möwenkreischen umgibt mich, die Pazifikwellen schlagen knapp über dem Deich aus aufgeschütteten Steinen. Vom mit grünen Wiesen und bunten Häusern und kleinen Villen gesäumten Malecon reicht der Blick über die gekrümmte Bucht bis auf die im Nebel verschwindende Skyline Limas, während zur Westseite die von Seelöwen bevölkerten Inseln um San Lorenzo die Halbinsel vor Trunamiwellen schützen. Mülleimer, Parkbänke und der nächste Sicherheitsmann sind fast überall in Sichtweite, hübsche Kolonialhäuser säumen die Plaza und auch das letzte Callao-Klischee verschwindet. Die Zwillingsschwester Limas, Callao, gilt als besonders gefährlich, hässlich, arm, dreckig, eine urbane Zusammenhäufung von Allen, die es sich nicht leisten können wegzuziehen; eine Stadt die, anders als die barriados jovenes” schon Zeit genug hatte, sich weiterzuenwickeln und es trotzdem nicht getan hat, gemieden von Touristen und umfahren von bessergestellten Limeños…. Von all dem merke ich hier wenig. La Punta, die Halbinsel Callaos hinter dem grössten Hafen des Landes, ist das Barranco Callaos. Nur natürlicher, denn die Municipalidad legt Wert auf den natürlichen Erhalt des barios. Und so finden sich hier nur wenige Touristen, keine Diskos oder schicken Hotels, selbst Kneipen scheinen rar gesät, und einen Supermarkt habe ich auch noch nicht gesehen. ur am Malecon finden sich ein paar Ceviche-Restaurants. All das macht La Punta zu einem der ruhigsten Barrios der Zwillingsstadt, und das erstbeste Adjektiv das einem einfällt ist “tranquilo”. Hier muss es sich schön leben; nur die bei See/Erdbeben entstehenden Tsunamis stören die Ruhe – der letzte war 1994.
Heute morgen bin ich nach Callao aufgebrochen, hauptsächlich um das Fuerte Real Felipe zu besichtigen, eine von den Spaniern gegen Piraten errichtete Festung am Eingang zur erwähnten Halbinsel, direkt beim Hafen, die heute vom peruanischen Militär genutzt wird. Am Eingang wird man von einer Soldain zur Kasse geleitet und von da zur Gruppe, da man ohne Führung die Fortaleza nicht besichtigen darf. Selbige wurde von einer 18-jährigen Miliärdienstleistenden geführt, von der ich erfuhr, das nur ein winziger Teil in der grossen Kaserne heute noch als solche benutzt wird, der Rest ist Museum. Nur knapp über 100 Soldaten sind hier stationiert (meist Rekruten vom 2-jährigen freiwilligen Militärdienst), der Hauptteil des peruanischen Militärs sitzt in einer neuen Kaserne in Rimac. Die Führung ist nett gemacht, besser als manches Museum was ich hier gesehen habe, aber es is natürlich ein Militärmuseum. Die herumstehenden Panzer sollten also nicht irritieren.
Von da aus ging ich aus Neugier weiter die Halbinseln hinauf und fand mich im oben beschriebenen Barrio wieder. Es lohnt wirklich einen Besuch, ich werde sicherlich nochmal irgendwann wiederkommen, da ich bisher noch keine so angenehme Meerpromenade in Lima entdeckt habe.

12.10.10, El Callao

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Feiern in gefährlichen Vierteln / Cerro San Cristobal

“Die Strasse ist gefährlich, da können wir nicht lang gehen” – “Nehmen wir ein Taxi?” … “Für 2 cuadras?” (Strassenblöcke) frage ich verwundert. Ja, für zwei cuadras, denn es ist offenbar echt gefährlich da. Ich bin mit ein paar Leuten aus der Rural-Klasse um Sokrates (der allerdings selbst nicht mehr dabei ist) in La Victoria, und nur 2 cuadras von der Wohnung einer Bekannten entfernt, bei wder wir uns mit ein paar der Anderen treffen wollen. Wo wir gerade stehen, ist es noch sicher, eine cuadra weiter nicht. Wir nehmen ein Taxi. Warum die Übeltäter in dieser Strasse bleiben und nicht einfach eine cuadra weitergehen würden, bleibt unerklärt.
Nachdem ich die letzten zwei tage mit Uni und meiner Hausarbeit beschäftigt war, traf ich mich gestern Abend mit Sokrates, Abél, Bex und den anderen und gingen ins “Sky”, einer Kneipe in der Universitaria-Strasse, die sehr nach billigem Restaurant in Lima aussieht – weil sie das tagsüber auch ist :). über diverse Komplikationen und Gruppenaufteilungen landeten Carlos, el Poeta, ich und ein mir bis dato Unbekannter im Don Lucho in der Nähe der Plaza de San Martin im Zentrum (wo jeder abends ausgeht, der nicht auf die schicken Viertel Miraflores und Barranco steht) und zogen von da aus wie erwähnt nach La Victoria – wo wir bis fast 6 Uhr früh blieben, weil es einerseits nette Unterhaltung war, man in der Gegend aber andererseits auch nachts nicht hätte rausgehen sollen. Schon seltsam, mitten im Stadtinneren so Strassenzüge zu haben, in die selbst die Polizei sich nicht reintraut.

Dagegen schien Rimac heute harmlos, das ich durchqueren musste, um auf den Cerro San Cristobal, einem als Aussichtspunkt bekannten Hügel, zu gelangen. da überall davor gewarnt wird, nahm ich einen der Touristenbusse für 5 Sol aus der Stadt hoch – aber wirklich gefährlich sah es eigentlich nicht aus. Von dort hat man tatsächlich eine beeindruckende Aussicht auf die im Dunst liegende, riesige Stadt, die sich bis zum Horizon erstreckt – Wolkenkratzer, Betonblöcke, bunte, in die Häuser gebaute, arme barriado-Häuser, abgeschirmte Mittelschichtsheime, Kathedralen, ein riesiger Friedhof… es sind viele Städte in einer, es ist Bronx, Hollywood, Mumbai, Mexiko-Stadt und peruanisches Dorf in einem: das ist eben Lima.

8.10.10, Lima

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Pachacamac und Flug

Auf dem Templo del Sol stehend braust mir der Wind durch die Haare, während ich hinter perfekt konstruiertem Mauerwerk aufs Meer blicke… ich habe mich natürlich nicht abschrecken lassen und bin gestern noch mal zu den Ruinen von Pachacamac gefahren. Und konnte diesmal sogar rein. Die Anlage ist riesig und vereint Ruinen von mindestens drei Kulturen (Lima, Pachacamac und Inka, möglicherweise mehr). Ein Inkagebäude der geweihten Frauen ist noch sehr gut erhalten (mal schaun ob ich demnächst noch ein Foto hochlade), und auf den Sonnentempel kann man tatsächlich bis nach oben steigen. Sehr schöne Sache, lohnt sich wirklich. Nicht so das Museum de Artes, in dem ich anschliessend war – ausser Matta-Clark, der fü einen Stadtsoziologen ganz interessant ist, gab es derzeit nur einen anderen Ausstellungsraum: für das riesige Gebäude sehr ernüchternd.
Jetzt noch eine schön peruanische Begebenheit: gestern nachmittag fand ich in einem Reisebüro im Zentrum ein Angebot nach La Paz via Cusco (ist das billigste so) für 300 Dollar, dachte mir “hmm, geht nicht billiger” und liess es reservieren. Hatte aber nur 20 Soles mit, die also als Anzahlung dagelassen, und ausgemacht morgen (also heute) vorbeizukommen und den Rest zu zahlen, habe ja Quittung bekommen etc, eigentlich alles klar. Das Büro macht um 10 Uhr auf, sagte er mir.
Heute dann zwischen meinen Unistunden schnell nen Bus ins Zentrum geschnappt, um 10:45 da… geschlossen. Auch nach einem Kaffee und 20 Minuten warten nicht anders. Aus Zeitvertreib checkte ich in einem nahegelegenen anderen Reisebüro, wieviel es mich da gekostet hätte, und kam auf 290 Dollar. Als um 11:45 das ursprüngliche Büro immer noch zu hatte, ging ich zu letzterem und holte meinen Flug da. Selbst wenn ich meine 20 Soles nicht wiederkriege, bin ich noch billiger weggekommen (10 Dollar = 30 Soles). 🙂 Zufrieden über das Glück für mich (und das Pech für die erste Agentur – selbst schuld) kam ich trotzdem zu spät zum Unterricht. Machte aber nichts, denn die hatten natürlich auch zu spät angefangen, und ausser mir waren nur 3 andere Studenten da. Wundern tut das offenbar keinen.

6.10.10, Lima

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Reunion zum Dia de la Reunificación

Kartoffelsalat á la Christian, Fleischklöpse, Schwarzbrot mit Ei, Erdinger Weissbier, Paradiescrem (Schlackamaschüü!) mit Erdbeeren und Schokolade und eine schwarz-rot-gelbe Torte. Keine Angst, ich bin kein Nationalist geworden, aber ein bisschen feiern kann man 20 Jahre deutsche Wiedervereinigung ja schon. Und so versammelte sich ein Grüppchen deutscher und peruanischer Studenten in meinem Appartment mit den oben genannten Leckereien und hatten eine doch eher unperuanische Feier – denn die sehen anders aus (s.u.). Als Begründung können wir nicht nur unsere Herkunft anführen, sondern auch die “Ley secca”: diesen Sonntag wurden nämlich in ganz Peru Bürgermeister und Regionalvertreter gewählt, und da gilt das ganze Wochenende: kein Alkoholverkauf, keine lauten Feiern. Bars und Diskos sind zu, Supermärkte verstellen ihre Weinabteile mit Softdrinkpaletten. Wir nahmens gelassen und tranken unser Donnerstag gekauftes Erdinger bei einer “Reunion” statt einer “Feier” 😉 und verfolgten zwischendurch die Hochrechnungen zu Limas Alcaldia (Bürgermeisterwahl) – die glücklicherweise nicht die nervige mitte-rechts-Kandidatin Lourdes Flores, sondern das “neue Gesicht” der peruanischen Politik, Susanna Villaran, für die Mitte-links-Partei Fuerza Social gewann. (Übrigens nicht nur besonders weil erstmals eine Frau, sondern weil “links” hier in Folge des Sendero-Terroismus’eher eine Verunglimpfung ist und Susanne seit Jahren die ersten linksorientierte Politikerin).
Heute wollte ich dann meine Museumswoche fortführen und nach Pachacamac fahren, hab ich auch gemacht, nur um nach 1 h Fahrt vor Ort festzustellen, dass die seit kurzem den Montag als Ruhetag eingeführt haben. Auswegplan: Museo de las Bellas Artes – fiel aus dem selben Grund ins Wasser. Ärgerlich. Habe vor, das morgen nachzuholen.
Zum Zeitvertreib war ich dann erstmals im Luxuseinkaufszentrum LarcoMar in Miraflores, voller überteuerter Restaurants und Klamottenläden, aber auch mit dem ersten gutsortierten Musikladen, den ich hier gefunden habe. Leider zu fast europäischen Preisen – dafür aber sogar mit einer peruanischen Hip-Hop-CD. Stand in der Kategorie “Peruanischer Rock” – das ist hier zumindest was einheimischen Rap betrifft, echt noch so real, dass es noch nicht mal ne eigene Plattenregal-Kategorie hat…

Um meinen Vorsatz nachzuholen und euch ein wenig zu zeigen, warum unsere Reunion so unperuanisch war, heute mal wieder ein How To:

How To celebrate with Peruvians

Tanz: Während feierliche Anlässe in Deutschland hauptsächlich aus Essn bestehen, ist die zentrale Tätigkeit hier das Tanzen. Auch wenn eine/r gute/r Tänzer/in mehr Aufmerksamkeit bekommt, spielt es keine allzu grosse Rolle, ob man “tanzen kann”. Wer kann, tanzt eben Salsa und besondere Figuren (bzw. eben zur Musik passendes), wer nicht, bewegt sich irgendwie rhytmisch. Beliebt ist es auch, in einer Gruppe im Kreis zu tanzen, an den Händen gefasst, oft mit wechselnden Tanzpärchen in der Mitte. Ablehnen ist nicht, und nur mit seinem Partner tanzen auch nicht – genauso, wie aus der Gruppe auszusteigen und bei anderen weiterzutanzen. (Da muss dann mindestens eine Ess- oder Trinkpause zwischen sein 😉 ). Bei grösseren Feiern spielt eine Band (oft Mariachis), manchmal mit Gesang, sonst gibt es grösstenteils Salsa-Konserve, bei jüngerem Publikum gemischt mit Reggaeton.
Essen: …spielt – für die gute peruanische Küche sehr erstaunlich – keine grosse Rolle. Je nach Feierlichkeit (und Budget des Veranstalters) gibt es eine kleine Mahlzeit dazu, manchmal zum selber kaufen – z.B. Huhn mit Reis und Kartoffeln, gerne bei besonderem Anlass auch Cuy (Meeschweinchen). Gegessen wird mit Papptellen auf dem Schoss auf einer Bank am Raumand sitzend oder im Stehen, selten essen alle gleichzeitig, und eher nur um das Bedürfnis zu stillen, damit man weitertanzen kann. Gerade bei privaten Feiern gibt es, wenn die Familie es sich leisten kann, Fingerfood-Buffet (Chickenwings, Chips, Pralinen, Kekse, alle möglichen Sachen die man im stehen essen kann). Es steht meist schön zubereitet auf einem Tisch im Veranstaltungsraum, an dem man sich aber nicht bedienen sollte – jeder einzelne Teller mit Fingerfood wird von Bedienung oder einem Familienmitglied zu den Gästen gebracht, die sich dann ein Stück davon nehmen. Eine ganz andere Relevanz bekommt die
Torte: die auf keinen Fall fehlen darf. Und sie muss natürlich zum Anlass passen (Hochzeit, Kindergeburtstag etc), sonst ist die Feier eigentlich fast ins Wasser gefallen. Die Kalorienbomben aus Sahne und/oder Schokolade wird eher spät aufgeteilt (und ebenso gegessen wie der Rest, s.o.) – je nach Menge (von Torte und Gästen) sollte man keine allzu grossen Stücke erwarten.
Geschenke: Der Schenkzwang steigt mit Bekanntschaftsgrad. Als relativ neuer Bekannter wird nicht unbedingt ein Geschenk erwartet. In jedem Fall sollte man seinen Namen auf das Geschenkpapier schreiben, wenn man damit in Verbindung gebracht werden will: sie werden nicht während der Feier aufgemacht! In feierlicher Zeremonie werden sie vom Geburtstagskind abgeholt oder von den Schenkenden (tanzen) vorbeiebracht und dann an einem Ort gelagert und zu Hause geöffnet . damit der Schenkende nicht mit ansehen muss, falls der Beschenkte enttäuscht ist. 🙂
Anfang: ist natürlich verzögert. Wenn es heisst “ab 8:00pm” erscheinen nur die besten Bekanntn wenn überhaupt vor 9. Ausnahmen sind z.B. Hochzeitszeremonien in der Kirche – die aber natürlich trotzdem verspätet anfangen. Wer pünktlich kommt ist selbst schuld und muss warten – wer später kommt muss wahrscheinlich trotzdem noch warten. Einem Deutschen ist aber keiner böse, wenn er pünktlich ist.
Ende: gibt es offiziell nicht. Kann aber spät werden. Mit passender Ausrede is es aber akzeptiert, früher zu gehen, wenn man nicht mehr tanzen kann 😉
Unterhaltungen: sind sporadisch – geht auch schwer, wenn man dabei zu lauten Blechbläsermusik tanzt. Also wenn, dann vorher, während alle auf den Bänken sitzn und warten, oder beim Essen.
Trinken: Das Bier wird meist je von einem für die Gruppe gekauft (die Runde um), vor Ort meist 3 Flaschen für 10 Sol (eins kaufen ist ungewöhnlich). Zusammen mit einem Becher wird es dann rumgereicht: man schenkt sich ein, gibt die Flasche weiter, trinkt aus, schüttet den Schaum auf den Boden und gibt den Becher weiter. Ablehnen sollte man, wenn überhaupt, dann nur mit gutem Grund – oder spät, wenn eh schon alle betrunken sind. Einfacher ist es, sich einfach nur einen kleinen Schluck einzuschenken – voll wird der Becher ohnehin nie gemacht, sondern maximal halbvoll.
Das alles kann natürlich vollkommen anders aussehen, wenn man sich unter Reichen oder Ausländern befindet 😀 …wenn man sich auf eine peruanische Feier eingestellt hat, wird es aber meistens ein ganz amüsanter Abend: wenn einem nicht vorher von der überlauten Mariachi-Musik die Ohren geplatzt sind…

4.10.10, Lima

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— Erster Poetry Slam in Lima jetzt online —

So, wie versprochen gibts jetzt auch die Aufnahme von meinem ersten Text bei Poesia en el Parque online:

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Ultramuseumstag / Poesia en el Parque

Wow. Ich brauch gar keine Museumswoche. Ich mach das alles an einem Tag. Naja, fast: Zeitig aufgestanden machte ich mich ins Stadtzentrum, um dort ein paar Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Zuerst gings zur Iglesia de San Pedro, die nicht wirklich eine absolute Besonderheit ist, aber dank kostenlosem Eintritt auch keine Verschwendung. Auch hier wieder Prunk an allen Seiten, diesmal aber kein Pizarrosarg wie in der Kathedrale (wär ja auch merkwürdig gewesen). Danach ging es – wieder kostenlos – ins Museo banco Central de la Reserva, das, wie der Name schon sagt, im Gebäude der Zentralbank untergebracht ist. Schon witzig, dass solch eine kapitalistische Institution die dort gezeigte populäre und postkoloniale Kunst sowie präinkaische Historie umsonst zeigt, während die katholische Kathedrale einem 10 Sol abzieht… Im Keller des Museums sind in einem alten Tresorraum dann noch Goldschmuckstücke der Inka ausgestellt. Atmosphärisch passend. Und, wenn auch nur in überraschend kleinem Umfang, eine Sammlung peruanischer Münzen aus verschiedenen Zeiten. (Vom kolonialen Real über den Sol, den Sol de Oro und den Inti zum Nuevo Sol.) Zwei Kirchen, die ich unterwegs auf dem Weg fand, liess ich aussen vor – eh immer das gleiche zu sehen, und dann auch noch mit überteuertem Eintritt – und ing lieber ins kostenlose Museum der Inquisition. Da gibts dann die Gräuel der Kirche ganz plastisch an Figuren dargestellt, damit man auch noch die letzten Sympathien verliert. (Sorry an alle Gläubigen, ich rede nicht von der Religion, sondern von der Institution.) Die Führung war nicht allzu spannend, aber trotzdem streckenweise ganz hilfreich. Nach einem kurzen Mittagessen wollte ich mir noch die Kolonialhäuser Casa Pilatos und Oquendo ansehen, die laut meinem Lonely Planet besichtigbar sein sollen – das ist allerdings leider mittlerweile nicht mehr der Fall. Stattdessen dann in den Parque de la Muralla an der alten historischen Stadtmauer. Das 1-Sol-teure Museum kann man sich sparen, der Park ist aber ganz hübsch. Muss ich auch mal nachts hin, da wird der schön beleuchtet. Um meinen Powertag zu vervollständigen, gings dann abends mal wieder zu Poesia en el Parque mit meinem ersten bilingualen Text – siehe unten. Den ersten Text vom letzten Mal habe ich bisher immer noch nicht hochgeladen, das wird aber baldigst nachgeholt!

1.10.2010